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Häufige Fragen (FAQ)

Warum kann es im Dezember zu einer Nacherhebung von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen kommen?

Regelmäßig im Zahltag Dezember wird bei der Bezügezahlung der Beschäftigten die Berücksichtigung des Jahressteuerfreibetrages nach § 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz (EStG) für die Steuerfreistellung der Arbeitgeberbeiträge zur kapitalgedeckten Zusatzversorgung bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) geprüft. Wurden Arbeitnehmerbeiträge steuerfrei gestellt, obwohl Beiträge des Arbeitgebers hätten vorrangig steuerfrei behandelt werden müssen, erfolgt die Korrektur innerhalb des Kalenderjahres. In Höhe des Betrages, der für die Steuerfreistellung des Arbeitgeberbeitrages erforderlich ist, werden für den Arbeitnehmerbeitrag die Lohnsteuer, der Solidaritätsbeitrag, ggf. die Kirchensteuer und die Sozialversicherungsbeiträge nachgefordert.

Ich habe ein erwachsenes Kind. Muss ich trotzdem den Nachweis der Geburt führen, um keinen "Beitragszuschlag für Kinderlose" in der Pflegeversicherung zu zahlen?

Ist für die Bezügestelle nach Aktenlage keine Elterneigenschaft erkennbar, muss der Beschäftigte diese nachweisen.

Erfolgt die Vorlage des Nachweises innerhalb von drei Monaten nach der Geburt des Kindes, gilt der Nachweis mit Beginn des Monats der Geburt als erbracht, ansonsten wirkt der Nachweis mit Beginn des Monats, der dem Monat folgt, in dem der Nachweis erbracht wird.
Übergangsweise wirken Nachweise für vor dem 01.01.2005 geborene Kinder, die bis zum 30.06.2005 erbracht werden, vom 01.01.2005 an
(§ 55 Abs. 3 Sätze 5 und 6 SGB XI i.d.F. ab 01.01.2005).

Wann kann ich über mein Entgelt verfügen?

Ab Dezember 2004 werden die Bezüge am letzten Tag eines Monats gezahlt und sind somit an diesem Tag für den Bezügeempfänger bei seiner Bank verfügbar. Fällt der Zahltag auf einen Samstag oder einen Wochenfeiertag, gilt der vorhergehende Werktag als Zahltag. Fällt der Zahltag auf einen Sonntag, werden die Bezüge am zweiten vorhergehenden Werktag gezahlt.

Wann erhalte ich eine Bezügemitteilung?

Eine Bezügemitteilung wird nur im Falle einer Änderung der Bezüge gegenüber dem Vormonat erteilt. Die Bezügemitteilung behält daher ihre Gültigkeit auch für Folgemonate - bis zum Erhalt einer neuen Mitteilung. Aus diesem Grund sind die Bezügemitteilungen fortlaufend nummeriert.

Was ist der Unterschied zwischen Bezügestelle und Personalstelle?

Die Personal verwaltende Dienststelle ist für die personalrechtlichen Angelegenheiten Ihres Arbeitverhältnisses zuständig; die Bezügestelle bearbeitet im Zusammenarbeit mit der Personal verwaltenden Dienststelle die bezügerechtlichen Angelegenheiten Ihres Arbeitsverhältnisses.

Woher erhalte ich das Kindergeld?

Die Familienkasse des Landesamtes für Steuern und Finanzen setzt als zuständige Stelle das Kindergeld für Anspruchsberechtigte des öffentlichen Dienstes fest. Die Auszahlung erfolgt neben den übrigen Bezügen durch die Bezügestelle.
Für die Festsetzung und Auszahlung des Kindergeldes an Berechtigte, die nicht dem öffentlichen Dienst angehören, bzw. auf Grund über- oder zwischenstaatlicher Rechtsvorschriften sind hingegen die Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit zuständig.

Ich erhalte mein Kindergeld von der Bezügestelle. Wo finde ich meine Kindergeldnummer?

Kindergeldnummern werden nur von der Familienkasse des Arbeitsamtes vergeben. Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, die ihr Kindergeld von der Familienkasse ihrer Bezügestelle beziehen, erhalten von dort keine gesonderte Kindergeldnummer. Für Formulare, in denen eine Kindergeldnummer verlangt wird (z. B. Antrag auf Riesterrente), können Sie einfach Ihre Personalnummer verwenden.

Wo erhalte ich die Antragsformulare für die betriebliche Zusatzversorgung von der VBL?

Sofern Versicherungspflicht bei der Zusatzversorgung besteht, erhalten Sie die erforderlichen Antragsformulare automatisch bei Renteneintritt von der Bezügestelle.

Ich benötige eine Verdienstbescheinigung. Was ist zu tun?

Die Bezügemitteilung ist nicht nur Mitteilung für den Bezügeempfänger, sie dient bei Bedarf auch als Einkommensnachweis. Wird allerdings ein Vordruck für eine Verdienstbescheinigung einer öffentlichen Einrichtung verlangt, legen Sie diesen bitte bei der Bezügestelle zur Bescheinigung vor. Bitte beachten Sie hierbei, dass die Bezügestelle des Landesamtes für Steuern und Finanzen Bescheinigungen nur für Zeiträume ab dem 01.07.1991 vornehmen kann. Für Zeiten davor wenden Sie sich bitte an Ihre damalige Dienststelle bzw. Ihren damaligen Arbeitgeber.

Warum zahle ich einen so hohen Steuerbetrag auf die Jahressonderzahlung?

Die Ermittlung der Lohnsteuer für diese sonstigen Bezüge erfolgt nach § 39 Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes. Danach hat der Arbeitgeber zunächst die Lohnsteuer für den voraussichtlichen Jahresarbeitslohn ohne den sonstigen Bezug festzustellen und anschließend die Lohnsteuer für den voraussichtlichen Jahresarbeitslohn mit dem sonstigen Bezug. Der Unterschiedsbetrag zwischen den ermittelten Jahreslohnsteuerbeträgen ist die Lohnsteuer, die vom sonstigen Bezug einzubehalten ist.

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